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Nachhaltige Automatisierung ganzheitlich gedacht – der Holzladungsträger als Enabler moderner Produktionslogistik

22. Januar 2026

Co-Innovation

Digitalisierung

Automatisierung

Die Automobilindustrie befindet sich im Spannungsfeld zwischen Effizienzsteigerung, Automatisierung und ambitionierten Nachhaltigkeitszielen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat Volkswagen ein ganzheitliches, digitales Logistikkonzept entwickelt, das neue Maßstäbe in der Produktionsversorgung setzt.

ChristophAlt

Geschäftsführer

LiGenium

An der Umsetzung dieses Konzepts wirkten mehrere Technologiepartner mit: Gessmann als Lieferant für fahrerlose Transportsysteme, Techman als Hersteller für Robotik, Schmalz als Hersteller für Vakuumtechnik sowie Ligenium als Entwickler und Lieferant eines nachhaltigen, automatisierungsfähigen Holzladungsträgers. Jeder Partner brachte seine spezifische Expertise ein – das Gesamtkonzept und die Systemarchitektur lagen dabei klar bei Volkswagen.

Der USP der Lösung: Nachhaltige Ladungsträger als Schlüssel zur Automatisierung

Ein zentrales Differenzierungsmerkmal des Gesamtkonzepts ist der Einsatz smarter Holzladungsträger, die speziell für den Einsatz in automatisierten Logistikprozessen entwickelt wurden.

Ligenium ist kein Robotik- oder Automatisierungsspezialist, liefert jedoch mit dem Holzladungsträger einen entscheidenden Enabler für moderne Automatisierungslösungen. Denn Automatisierung endet nicht beim Fahrzeug oder Roboter – sie beginnt beim richtigen Ladungsträger. 

Der entwickelte Holzladungsträger überzeugt durch:

  • 50 % geringeres Eigengewicht im Vergleich zu Stahl

  • 25 % höheren Füllgrad durch optimierte Geometrie

  • 20 % weniger Transporte innerhalb der Produktion

  • 98,9 % CO₂-Reduktion durch den Einsatz von Holz statt Stahl 

Diese Eigenschaften wirken sich direkt positiv auf automatisierte Anwendungen aus: geringere Lasten, weniger Energiebedarf, höhere Prozessstabilität und eine verbesserte Gesamtanlageneffizienz.


Innovationshöhe: Ladungsträger neu gedacht für automatisierte Prozesse

Die Innovationsleistung liegt in der Neudefinition des Ladungsträgers als aktives Element der Automatisierung. Der Holzladungsträger wurde von Beginn an so ausgelegt, dass er sich nahtlos in automatisierte Sequenzierungs- und Kommissionierungsprozesse integrieren lässt – bis hin zum Handling auf mobilen Robotern.

Insbesondere im Zusammenspiel mit mobilen Cobots und fahrerlosen Transportsystemen entfaltet der Ladungsträger seine Stärken: geringes Gewicht, hohe Maßhaltigkeit und nachhaltige Materialwahl schaffen die Voraussetzungen für effiziente, flexible Automatisierung. 

Die Nutzung etablierter Standards wie VDA 5050 auf Systemebene – unter Führung von Volkswagen – sorgt zusätzlich für einen geringen Integrationsaufwand und ein attraktives Preis-Nutzen-Verhältnis. Der Ladungsträger fügt sich damit optimal in bestehende Automatisierungsarchitekturen ein, ohne diese zu verkomplizieren.

Betriebswirtschaftlicher Mehrwert: Nachhaltigkeit rechnet sich

Das Gesamtkonzept befindet sich kurz vor der Einführung bei Volkswagen und weist eine hohe Marktreife auf. Für Ligenium liegt der wirtschaftliche Beitrag klar in der Bereitstellung eines serienfähigen, nachhaltigen Ladungsträgers, der sich für eine Vielzahl automatisierter Anwendungen eignet.

Der Marktbedarf ist hoch: Weltweit suchen Industrieunternehmen nach Lösungen, die Automatisierung ermöglichen und gleichzeitig ökologische Ziele unterstützen. Der Holzladungsträger bietet hier einen sofort wirksamen Hebel – skalierbar, wirtschaftlich und branchenübergreifend einsetzbar.

Beitrag zum Wirtschaftsstandort Deutschland

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie innovative Industriepartnerschaften in Deutschland funktionieren können. Volkswagen als Systemarchitekt, spezialisierte Technologiepartner und nachhaltige Komponentenlieferanten arbeiten gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen. 

Der Beitrag von Ligenium stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland insbesondere durch:

  • die Substitution energieintensiver Materialien wie Stahl

  • die Förderung nachhaltiger Wertschöpfungsketten

  • die Unterstützung automatisierter Prozesse durch intelligente, ressourcenschonende Komponenten

  • Unternehmen profitieren wirtschaftlich durch Effizienzgewinne, ökologisch durch massive CO₂-Einsparungen und sozial durch die Entlastung von Mitarbeitenden in der Logistik. 

So wird der nachhaltige Ladungsträger zum stillen, aber entscheidenden Treiber der Automatisierung von morgen.


Unsere strategischen Partner

Unsere Schlüsselpartner runden unseren Technologiestack mit entsprechender Software, Hardware und Konnektivität ab. Hinzu kommen Kooperationen mit Forschung, öffentlicher Hand, Startups sowie Anwendern.

Kooperationspartner
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LuisaGöhler

Head of Marketing

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