

Gastbeitrag
Von der Theorie in die Baugrube: Vernetzte Datenräume und sächsische Innovationskraft auf der Hannover Messe 2026
29. April 2026
Co-Innovation
Digitalisierung
Automatisierung
Ein Rückblick von Benjamin Beck, CSO Construction Future Lab (CFLab)
Eine intensive und überaus inspirierende Messewoche in Hannover liegt hinter uns. Für mich persönlich waren es vor allem die wertvollen Gespräche – sowohl mit langjährigen Weggefährten als auch mit vielen neuen Kontakten –, die eine klare Botschaft gesendet haben: Die Themen Digitalisierung, Datenstandardisierung und sichere Datenräume sind endgültig in der industriellen Praxis angekommen.

BenjaminBeck
Leitung Strategie, Vertrieb und Marketing
Construction Future Lab
Dein Kontakt
Benjamin initiiert, plant und koordiniert Verbundprojekte, Veranstaltungen und Demonstratoren. Dabei wird er manchmal sogar zum Produktentwickler.
Warum ist KI ein Zukunftsthema?
Was mich auf dem Gemeinschaftsstand der Plattform Industrie 4.0 in Halle 13 besonders begeistert hat, war die enorm starke Präsenz der sächsischen Player. Es hat sich deutlich gezeigt, wie exzellent unser regionales Ökosystem vernetzt ist und wie wir gemeinsam Innovationen treiben. Neben dem CFLab und der TU Dresden (für das Projekt Fluid 4.0) waren Building Smart (Projekt Construct-X), der Smart Systems Hub mit seinem Datenraum auf Basis einer Tractus-X-Implementierung sowie N+P Informationssysteme und Sitec (Projekt GreenTwin) mit an Bord.
Unser Messe-Highlight: Herstellerübergreifendes CO2-Tracking live demonstriert
Wie leistungsfähig dieses Netzwerk ist, konnten wir an unserem gemeinsamen Messe-Highlight demonstrieren: dem von CFLab und TU Dresden entwickelten und aufgebauten Mini-Radlader. Dieser physische Demonstrator einer mobilen Arbeitsmaschine erfasst seinen Energieverbrauch und verrechnet diesen mit dem aktuellen Strommix zu einem CO2-Äquivalent.
Der eigentliche technologische Durchbruch passiert jedoch im Hintergrund: Der Radlader stellt diese Energie- und CO2-Werte standardisiert in seiner Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS) zur Verfügung. Von dort werden die Daten souverän und sicher über den Datenraum des Smart Systems Hub geteilt – und das sogar datenraumübergreifend bis hin zu Construct-X und GreenTwin.
Der Praxisbezug: Antworten auf den CO2-Schattenpreis
Wir haben dies nicht als technologische Fingerübung umgesetzt, sondern um ein massives Problem der Baubranche zu lösen. Im Kontext des kommenden CO2-Schattenpreises werden Bauunternehmen in naher Zukunft gezwungen sein, ein lückenloses Monitoring aller Maschinen und Geräte auf ihren Baustellen durchzuführen. Das scheiterte bisher an heterogenen Flotten unterschiedlicher Hersteller.
Unsere Live-Demo auf der Hannover Messe hat bewiesen: Wenn wir standardisierte Datencontainer als Single Source of Truth nutzen und diese über hochsichere, Tractus-X-basierte Datenräume verknüpfen, wird herstellerübergreifendes Tracking schon heute Realität.
Es war ein fantastischer Use Case mit starkem Praxisbezug. Er konnte nur entstehen, weil hier tolle Leute zusammenkamen, die wirklich Lust hatten, die PS auf die Straße zu bringen und etwas Reales umzusetzen. Darauf können wir stolz sein.
Lasst uns diesen Schwung mitnehmen und gemeinsam die nächsten Schritte gehen!
Unsere strategischen Partner
Unsere Schlüsselpartner runden unseren Technologiestack mit entsprechender Software, Hardware und Konnektivität ab. Hinzu kommen Kooperationen mit Forschung, öffentlicher Hand, Startups sowie Anwendern.




